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Mich erstaunt immer wieder wie viele Lehren letztenendes davon ausgehen, daß es eine Sorte Mensch gibt, bei dem "die Energien" im Einklang sind und wie schnell je nach Zeitgeist von diesen jeweiligen Vorstellungen abweichende Menschen dann mit diesen Methoden traktiert werden, weil angenommen wird etwas sei bei ihnen "im Ungleichgewicht".

Im Fall Homöopathie wurden früher Homosexuelle behandelt, heute Autisten. Die Lehre geht davon aus, daß die Gabe der Substanzen/Energien nur wirkt, wenn ein Ungleichgewicht vorliegt. Interessanterweise scheint sich kein Homöopath auf die Möglichkeit einlassen zu wollen, daß eventuell, die Wirksamkeit der Methode vorausgesetzt, die verabreichten Substanzen/Energien eben doch wirken wie Modifizierung nach dem Willen des Verabreichenden.

Diese Vorstellung findet sich auch bei Methoden wie Reiki und es ist für mich verblüffend wie gering die Bereitschaft doch oft ist zu hinterfragen, was man da eigentlich tut und sei es die Handlung einem Menschen zu vermitteln, er sei "im Ungleichgewicht".

Ein deutsches Sprichwort sagt: "Unter den Blinden ist der Einäugige König!" Aber dieses Sprichwort stimmt nicht: "Unter den Blinden kommt der Einäugige ins Irrenhaus!"

Heinz von Foerster
23.09.15, 23:47:23
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